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Kalte Sophie und sommerliche Temperaturen

Heute, am 15. Mai, ist Sophietag, genauer der Tag „Kalte „Sophie„. Doch damit war nix, jetzt kommt der Sommerflor. Jedenfalls in einigen Regionen Deutschlands. In den Gärten des Landes und zu Hause duftet es und es zeigt sich buntes in leuchtendem orange, rot, blau, weiss. Es blüht der Sommerflor. Für Stadt- und Gemeindegärtnereien bedeutet das Hochbetrieb. Tulpen, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, alle die haben als Frühlingsblumen ausgedient. Sie mussten ausgerissen und auf einem Anhänger des Kleintransporters zum Häckselplatz gekarrt werden. Jetzt knien die Gärtner in den Beeten und buddeln, pflanzen eine neue Blumenpalette nach der Anderen ein.

Termin für die Sommerflor ist immer nach dem 15. Mai, dem Tag der kalten Sophie“, sagt der Leiter eines städtischen Gärtnereibetriebes. Die kalte Sophie ist die letzte Eisheiligen, nach der alten Bauernregel hat es danach mit den frostigen Nächten ein Ende. Bei der flinken Arbeit haben fünf Männer ein etwa 50 Quadratmeter großes Beet schnell bearbeitet und in einer Stunde neu bepflanzt. Doch die Vorarbeit darf nicht vergessen werden. „Kalt war es schon boisher und die Eisheiligen wohl etwas früher dran als sopnst. Vergangene Woche haben wir alle Beete gefräst und frischen Humus verteilt“, erklärt Theo W. Es waren 6 500 Sonnenblumen von der Gärtnerei geliefert worden. Vor jeder Anpflanzung setzen sich die Gärtner zusammen mit dem Gartenbaumeister und besprechen welche Farbmuster sie zusammenstellen werden. Dabei geht man auch nach dem Trend und der lautet dieses Jahr weiss und blau.

Viele Beete sind es welche verteilt betreut werden müssen. Da gibt es Kreisel an den Ortseingängen, Pflanzenkübel an den Hauptstrassen und auf dem Marktplatz in Geldern, Xanten, Kleve, Straelen, Kevelaer, in Bruchsal, Ludwigsburg, Stuttgart, Crailsheim, Bad Bertrich,  usw. die alle ihre eigenen Vorstellungen genügen müssen. Jede Stadt hat eine bestimmte Vorliebe sich durch Blumen darzustellen. Das Bürgermeisteramt braucht wieder andere als der Kindergarten, Musikschule oder das Gymnasium. „Als Gärtnerei sind wir bemüht ganzjährige Wechselflor zu präsentieren und einen entsprechenden Baumbestand zu erhalten“, sagt Theo W.

Nach dem Bepflanzen der vielen Quadratmeter Beetfläche endlich ausruhen? Fehlanzeige! Bei trockenem Wetter heißt es bis zu dreimal die Woche je ca. 9 000 Liter Wasser gießen. Dazu müssen die Gärtner jäten, die Pflanzen nach Schädlingen untersuchen. Dabei sind die Beete nicht alles. Zigtausende  Quadratmeter Zierrasen gilt es zu mähen, Bäume und Sträucher zu pflegen. „Auch die Sportplätze, Weg- und Bachränder, Schulen, Spielplätze sind samt wöchentlicher Wartung der Spielgeräte von unseren Leuten zu pflegen“.  Im Herbst heißt es Laub sammeln im Winter pflanzen und beschneiden sie die Bäume fachgerecht. Rosen, Sträucher und Bodendecker wie die Hexenkirsche werden gesetzt. Pausen gibt es allenfalls in der Advents- und Weihnachtszeit, doch da heißt es schmücken. Doch bis dahin ist es noch etwas Zeit. Im Februar geht es dann wieder los.

Wer einmal die Gelegenheit hat den Niederrhein um diese Zeit aus der Luft zu betrachten weis wie viel Arbeit an der bunten Vielfalt, die Stadt und Dorf so schön werden lassen, dahinter steckt. Daher sagen viele Besucher vom Niederrhein: “Bei euch blüht es immer so schön“. Danke für das Lob und danke an die vielen Mitarbeiter von Stadt und Land!