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Forst-Weiher zur Wendelinuskapelle

Wir sind in Baden-Württemberg, genauer zwischen Heidelberg und Karlsruhe, noch genauer in Forst bei Bruchsal, hier jedoch im Waldgebiet der Gemarkung Weiher.  Nein, zu Forst gehört sie nicht doch sie ist von Forst aus, der Kronauer Alle entlang erreichbar. Man kann den Weg zu Fuß als eine Art Pilgerung bezeichnen, oder, bequemer mit dem Fahrrad. Da es in nicht öffentlicher Waldweg für Kraftfahrzeuge ist (außer Fortsfahrzeuge) so kann man mit einem 4-Radfahrzeug hier nicht fahren.

Wendelinuskapelle Weg 001

Wenn man von Forst aus die Kronauer Allee, über die Hambrücker Straße, weiter geradeaus mit dem Fahrrad fährt oder eine Wanderung in diese Richtung macht, kommt ein Weg nach rechts Richtung Weiher. Hier biegen wir nicht ab sondern nach etwa 200 Metern geht es links dem Hinweiszeichen folgend, zur Wendelinuskapelle.

Wendelinuskapelle Weg 005

Es ist ein idyllischer Ort mitten im Wald. Nach getaner Arbeit ist gut ruhn, hier ist nach einer Wanderung Platz zum Ausruhen vorhanden durch aufgestellte Bänke. Hinter der Kapelle ist ein Brunnen mit erfrischendem Wasser.  Nicht nur für Vierbeiner findet sich hier ein köstlicher Schluck aus dem Brunnen.

Wendelinuskapelle Front 001

Der heute zu sehende fachwerkliche Vorbau wurde Anfang diesen Jahrhunderts vorangesetzt. Von der Frontseite her sieht die Kapelle bereits einladend aus.

Wendelinus Figur 003

Bei näherer Betrachtung sieht man auch oben den Wendelinus scheinbar über alles erhaben dargestellt.

Wendelinuskapelle Eingang 001

Der Eingang der Kapelle wird rechts und links von Bildern bekleidet und oben, direkt über dem Eingang ist Der Hirte mit seinem Schaf dargestellt.

Wendelinuskapelle Heiligenfiguren links 001

Wendelinuskapelle Heiligenfiguren rechts 002

Genau das ist auch der Hintergrund das hier eine Kapelle steht.

Wendelinuskapelle innen 002

Zunächst stand im 18. Jh. hier eine Eiche, die Wendelinuseiche mit der Tafel des Heiligen Wendelinus.

Wendelinuskapelle Seitenansicht 001

Hatten seinerzeit die Bewohner die Erlaubnis, so durften sie ihr Vieh auf die Sommerweide der Lußhardt, bzw. durch den Lußhardtwald, treiben. Hier soll der Überlieferung nach eines Tages ein Hirte mit seinem Vieh in ein arges Unwetter geraten sein. Damit kein Vieh zu schaden kommt trieb der Hirte seine Herde bei der Wendelinus-Eiche, dort wo heute die Kapelle steht, zusammen.  Hier blieb die Herde von den rundum tobenden Naturgewalten des Sturmes, der Bäume wie Streichhölzer fällte rundherum von den Blitzen verschont. Wie damals üblich verbreitete sich, dieses als frohe Kunde schnell weiter und es pilgerten viele Menschen welche Unheil erwarteten hier zu dieser Eiche. Einige Zeit später wurde das Bildnis am Stamm der Eiche durch eine Statue ersetzt. Hier wurde auch ein Betstuhl vorangestellt. Mitte des 19. Jh. wurde anstelle der mittlerweile verwitterten  Eiche schließlich an dieser Stelle eine Kapelle errichtet. Auf dem Altar ist die ausgehöhlte Eiche mit der Statue heute noch vorhanden und wird durch regelmäßige Besucher und Pilger heute immer wieder besucht und zum Heiligen Wendelinus gebetet. Die feierliche Einweihung wurde durch den damaligen Ortsgeistlichen Von Weiher, dem Pfarrer Anton Schweikert,   im Jahre 1857 vollzogen.

Wendelinuskapelle Mitte oben