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Donnerstag, 02. September 2010

Sex im Alter ist nicht alles, dennoch wichtig.
Von rolf-lindner, 08:01

          Beziehungen im Alter sind mehr als nur ab in die Kiste. Dennoch, Libido geht nicht mit in Rente. Wer kennt es nicht, Sexualität im Alter ironisch verpackt, in der jährlich zu Silvester wiederholten Sendung: „The same procedure as last year?“ „Yes, the same procedure as every year, James!“ Viele ältere Menschen sind im Bett oftmals aktiver als es ihre Enkel vermuten würden. Was zählt ist das Beide auf der gleichen Wellenlänge liegen. Sonst wird diese im Alter eingegangene Partnerschaft nicht lange Bestand haben können. Dann bleibt den meisten nur noch Parkbankidylle. Die amerikanische Sexualforscherin und Psychotherapeutin Leonore Tiefer sagte einmal, "Orgasm is only to let you know that sex is over." - Der Orgasmus ist dazu da, damit man weiß, dass der Sex vorbei ist. Dass dies nicht alles ist, zeigen ehrliche, manchmal auch poetische Aussagen von Frauen und Männern über den Orgasmus, ergänzt durch Analysen von Spezialisten.

               Was erwähnt wird ist das viele Frauen über 60 noch nie einen Orgasmus erlebt haben in der Partnerbeziehung. Dr. Britta Bürger berichtet dazu, zitiert aus: „Die weibliche Sexualität im Alter“, Umfragen zeigen, dass über ein Drittel der Frauen zwischen 60 und 80 Jahre Sex haben, und noch mehr Frauen äußern ihr Interesse daran. Auch die Selbstbefriedigung hat bei diesen Frauen großen Stellenwert und bietet eine Möglichkeit, die Sexualität auszuleben. Da war doch gerade eine Fernsehsendung mit einem Herrn der vor vielen Jahren, in den 60-igern, Aufsehen erregte mit seinen Aufklärungsberichten, Oswald Kolle, heute 79. Wenn es in den 60-iger Jahren darum ging tatsächlich versäumtes aus dem Elternhaus, Sexualkunde betreffend, nachzuholen, so gibt es heute ein neues Thema mit Oswald Kolle: Sex im Alter. Dazu berichtet er am 16. Mai 2007 im Evangelischen Presseverband, Internet: www.epv.de/node/3457 u.a. „Wer zwei Etagentreppen hochsteigen kann ist auch noch fit für die körperliche Liebe“, Zitat Ende.

            Andere Zeitungen greifen das Thema auf wie die Süddeutsche Zeitung am 24. August 2007 berichtete über: „Sexualität im Alter, langes Liebesleben“. Die Neue Rheinische Zeitung hat lange bevor man jetzt offen darüber redet bereits am 30. Oktober 2007 zum Thema Sex im Alter. Näheres über info@nrhz.com Am 29.Oktober 2007 berichtete die Mitteldeutsche Zeitung über: „Frauen wollen mehr Sexualität im Alter“, nach den Wechseljahren hat Sexualität einen hohen Stellenwert. Die Lust nimmt im Alter nicht ab. Die neue Sternserie befasste sich ebenfalls mit dem Thema unter „Die 68 er“ Es ist nicht der einfache Sex welcher meist nur einen Partner zur Befriedigung gereicht. Es sind die Praktiken, die nicht erst heute neu entdeckt worden sind. Es gab sie schon immer, bei den Großeltern ebenso wie heute. Doch, man hatte nicht die offene Art darüber zu sprechen. Nennen wir es einfach: verklemmt! Waren es seinerzeit in den Karnevalsreden versteckte Andeutungen so sind diese heute offen, manchmal sogar bis ins Ordinäre gehend. Viele Spätehepaare haben eine Ehe-Episode hinter sich welche nicht gerade erfreulich ist. So wurde der eine Partner verlassen nachdem die Kinder geboren waren. Andere wiederum trennten sich weil ein Partner sich „Nebentätigkeit“ erlaubte. Erstaunliches zu hören aus dem Fernsehberichten des SWR und Arte: Da ist ein Ehepaar 40 Jahre verheiratet, scheinbar unzertrennlich wie man annehmen könnte.
Ereignis: Eine frühere Bekannte aus Jugendjahren taucht auf, der Mann verliebt sich erneut in sie. Seine noch Frau ist nach 40 Ehejahren einverstanden sich zu trennen. Der Mann heiratet schließlich seine Jugendliebe. Ein anderes Ereignis aus einer Seniorenwohngemeinschaft. Beim Mittagessen. Augen treffen sich und SIE ist der stillen Meinung: Das ist Er! Es dauert eine Weile doch dann, endlich, treffen sie beide sich zufällig im Garten beim Spaziergang. Sogleich sind sie fest ineinander verliebt. Er 76, SIE, nein das Alter verschweigen wir. Sie planen in Zukunft gemeinsam, doch zusammenziehen, das wollen sie dann doch nicht. Warum? Jeder von Beiden hat in seinen persönlichen Bereich. Hier etwas geschaffen das charakterliche Züge beinhaltet und Eigenarten die mit zunehmendem Alter nicht leicht abgelegt werden können.
Der Begriff Akzeptanz ist nicht mehr weit ausgelegt. So ist die Abgrenzung durch Behalten des eigenen Wohnbereiches meist günstiger als ein Zusammenziehen. Das ist sicherlich nicht in jedem Falle möglich. Beachtung findet auch nicht das dass miteinander Leben anders verläuft wenn sich die Paare bereits aus jungen Jahren kannten. Schwieriger wird es wenn sie sich in späteren Jahren erst neu kennen lernen sollten. Im Fernsehbericht erläutert ein älteres Ehepaar ihr kennen lernen und zusammenleben. Er: „Ja, am ersten Abend unseres Zusammenseins sagte meine Frau ob sie das Nachthemd, das bis zu den Fußknöcheln reichte unten abschneiden solle. Ich habe ihr gesagt das wir doch Erwachsene Leute sind und mich einfach ganz ausgezogen, Punktum“. Ein weiteres Kriterium ist heute wenn sich Ältere „zusammentun“ eine gewisse finanzielle Sicherheit. So finden ältere Ehepaare sich zusammen und Gründen eine Zweckheirat. Hier lebt man zwar zusammen und dennoch räumlich getrennt, hat auch eigene Telefonnummer, eigenen Internetanschluss.

        
             Alles in allem, Sex ist nicht alles aber doch ein wichtiger Punkt für das Lebensglück, auch im Alter! Störend wirken dabei die meist im zu nehmendem Alter eintretenden Erkrankungen wie Harninkontinenz, Krebs, Gebärmutterentfernung, internistische Erkrankungen, oder soziale Bedingungen. Der Markt bietet viel Medikamente mit Versprechen die Standhaftigkeit zu fördern, bzw. die Lubrikation, feucht werden der Scheide, zu steigern. Damit soll beider Sexualleben belebt werden. Oft fehlt es an der Konzentration um die Sexualität richtig erleben zu können bis zum Orgasmus. Hier sind Entspannungsübungen wie Muskelrelaxationsübungen nach Jacobsen hilfreich.
Autogenes Training (dazu mein Buch zum Thema Autogenes Training und Audiocassette bzw. CD)   mit entsprechender Formelgebung hilft Gedanken zu steuern, denn: „Was der Kopf nicht steuern kann das kommt unten auch nicht an.“

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Näheres zum Thema darüber hier im Portal, oben rechts unter Suche eingeben:
www.isg-info.de        noch mehr Infos zum Thema. Printversion.
Quelle: www.optipage.de Gesundheitstelefon der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. Thema: „Sexualität im Alter“.
Weitere LINKS hier unter Suche: Wie wandelt sich Sexualität im Alter?
Das Sexualleben älterer Frauen – ein tabuisiertes Thema.
http://web.fu-berlin.de/presse/wissenschaft/pdw04/pdw_04_008.html
Sexualität im Alter - gibt es das überhaupt noch?
http://www.gesundheit.de/familie/alter/sexualitaet-im-alter/index.html
Sexualität im steigenden Alter genießen
http://www.medizinfo.de/urologie/erektile_dysfunktion/sex_alter.shtml
Auch im Alter: Sexualität bleibt wichtig
http://www.netdoktor.de/sex_partnerschaft/fakta/sex_alter.htm
Sexualität spielt auch im Alter eine Rolle
http://www.vitanet.de/rundumsalter/gesundheit/alterssexualitaet/

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Verwendete Literatur zum Thema:
Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin Füsgen: Sexualstörungen aus I. Füsgen: Der ältere Patient, Urban & Fischer-Verlag 2000
K. von Sydow: Die Lust auf Liebe bei älteren Menschen, Verlag Ernst Reinhardt 1994
Hermann Berberich Sexualität und Partnerschaft in der zweiten Lebenshälfte,
Psychosozial Verlag Robert N. Butler Alte Liebe rostet nicht.
Über den Umgang mit Sexualität im Alter Huber Verlag Wolfgang Cyran u.a. Erotik und Sexualität im Alter Gustav Fischer Verlag
Kirsten von Sydow Die Lust auf Liebe bei älteren Menschen Reinhardt Verlag Betrice Wagner,
G. Gerhardt, Wieder Lust an der Lust Kilian Verlag

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Quelle: Senioren – Pflege – Informationsportal berichtet im Internet: "Bestimmungsfaktoren der Alterssexualität: Sexualität ist ein bedeutender Lebensbereich, der weit über die Fortpflanzungsfähigkeit hinausgeht. Dies gilt auch für die Sexualität im höheren Lebensalter. Zu: Häufigkeit der Sexualität im Alter. Sexuell aktiv sind bei den 60 bis 74-jährigen noch 60%, während die 84-jährigen nur noch zu 10% sexuell aktiv sind. Gründe für die Abnahme der Sexualität im Alter: Für die Abnahme der Sexualität mit zunehmendem Lebensalter gibt es unterschiedliche Gründe. Ein wichtiges Kriterium der Alterssexualität ist der körperliche Faktor. Hinzu kommt die höhere Auftretenswahrscheinlichkeit für bestimmte Erkrankungen. Aber auch soziale Veränderungen im höheren Lebensalter sind Bedingungsfaktoren der Alterssexualität. Ein Kriterium ist Partnerverlust. Aufgrund der veränderten Relation Frauen/Männer (2/1) besteht die Schwierigkeit im höheren Lebensalter, einen neuen Partner zu finden. Hinzu kommt, dass das gesellschaftliche Umfeld älterer Menschen, der Alterssexualität ablehnend gegenübersteht. Ein nicht zu unterschätzender Faktor der Alterssexualität ist die Biographie. Die heutigen Älteren bringen häufig eine rigide Sexualmoral - (Sexualität ohne Zeugung ist Sünde) - mit. Wer in jüngeren Jahren Sexualität bloß als eheliche Pflicht ansah und eine wenig befriedigende Sexualität hatte, hat auch im Alter meist eine negative Einstellung zur Sexualität und damit eine geringer ausgeprägte Alterssexualität. Ebenso wie andere Verhaltensmerkmale weist auch das Sexualverhalten eine hohe Kontinuität im Lebenslauf auf. Alterssexualität ist somit auch biographisch mit bedingt. Amerikanische Forschung zur Sexualität ergab, dass 39% der 40-jährigen, 48% der 50-jährigen, 47% der 60%-jähigen, 67% der 70-jährigen und 75% der 80-jährigen unter Störung ihrer Sexualität leiden."

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