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Dienstag, 31. August 2010

Sonnenblume, oder wissenschaftlich: Helianthus annuus L. (für Linné).
Von rolf-lindner, 13:13

Es ist ein herrlicher Anblick im Anfang August bis in den Oktober hinein die Blüten der Sonnenblumen zu betrachten.





Der Ursprung dieser Pflanze wird den tropischen Gebieten des amerikanischen Kontinents zugeschrieben welche neben Mais und Bohnen erst im 16. Jh. nach Europa verbracht wurde.  Hier war die Sonnenblume lange Zeit als Zierpflanze in großen Gartenanlagen. Man amüsierte sich darüber das sich die Blütenköpfe immer in Richtung Sonne bewegten. Nebenbei wurde auch bemerkt das sie Vögel, besonders Meisen, anlockte wenn im Inneren der Blüte die Samenkerne reif waren. heute sind es spezielle Sonnenblumenfelder in Frankreich welche das begehrte Sonnenblumenöl nach entsprechender feinster Behandlung ergeben.  Die Engländern nennen sie Sunflower, bei den Franzosen heißt sie Tournesol und die Spanier bezeichnen sie als Girasol.
Angebaut wird sie heute hauptsächlich außer in Frankreich mit einer Lieferung von (Angaben in Tausend Tonnen) über 2.000, in Argentinien auf über 4.500, in Rußland nahezu 6.000. Deutschland ist als Anbauland kaum erwähnenswert.




Sie ist eine von Sagen und Mythen umwobene Pflanze, was besonders die Riesenblüte betrifft. Gemeint ist die Sonnenblume. Eigentlich besteht diese große Blüte, welche sich in Richtung Sonnen neigt, bestehend aus kleinen, zahllosen kleinen Röhrenblüten. Diese werden rundum, wie ein Schutzschirm, von den leuchtend gelben langen lanzett-zungenartigen nach außen neigenden spitzen Blüten umgeben. Armdick zeigt sich bei den großen bis zu drei Meter hoch wachsenden Pflanze der Stamm. Sein Inneres ist mit Mark gefüllt. Die Wurzel der Sonnenblume können bis zu 2 Meter tief in den Boden ragen. Die Pflanze selbst kann bei besonders günstigen Bedingungen bis zu 4 Meter hoch aufwachsen. Dazu ist ein nährstoffreicher Boden, Wärme jedoch wenig Feuchtigkeit als Ideal zu bezeichnen für das Wachstum.



Inhaltsstoffe der Sonnenblume, bzw. deren Kerne sind erst spät, um 1830,  entdeckt  worden. Im 18./19. Jh. entdeckte man das Sonnenblumenkerne ein feines Speiseöl lieferten. Der Inhalt beträgt immerhin zwischen 30 und nahezu 60 Prozent des Sonnenblumenöles, 6,5 % Ballaststoffe und über 3 % Mineralstoffe.  Dazu noch 20 bis 30 Prozent Proteine und etwa 20 Prozent sind Kohlenhydrate. Das gelbliche Öl ist bestehend im Wsentlichen aus Glyceriden der Öl- und Linol-Säure.

Medizinisch bekannt ist die cholesterinsenkende Wirkung des Sonnenblumenöles. Ein bekanntes russisches Rezept empfiehlt die Verwendung von Blüten und Blätter der Sonnenblume bei Hals- und Brustkrankheiten. Daneben sind auch Fieber senkende Eigenschaften bekannt.
Da es sich um einen Korbblütler handelt kann die Verwendung zu allergischen Reaktionen bzw. zu Kreuzallergien führen.



Eine kleine Verwandte der Sonnenblume, Helianthus tuberosus, die eine als Kartoffel zubereitbare Knolle und ebenfalls daraus einen Schnaps bereitende, als knollige Sonnenblume, Topinambur genannt im Volksmund, ist eine ebenfalls in der Medizin als "Abnehmmittel" bekannt. Sie enthält besonders reich u.a.  das zur Diabetesbehandlung benötigte Inulin. Als Süßstoffersatz dient der süßlich schmeckende Saft der Topinamburpflanze. 

        Die unscheinbaren inneren Röhrenblüten der Sonnenblumen besitzen einen unterständigen einsamigen Fruchtknoten welcher sich nach der Bestäubung durch Insekten, hauptsächlich Bienen, zur Achäne entwickelt. Das sind kleine nußartige Schließfrüchte der Korbblütler allgemein die am Ende dieses Textes zum Teil erwähnt werden. .


Küchenverwendung des Sonnenblumenöles ist vielfach. der hohe Nährwert der Inhaltsstoffe sind ein begehrtes Lebensmittel. Früher dienten die Presskuchen aus der Ölfertigung als Abfall verblieben zur Viehfütterung.
Die Industrie gebraucht Sonnenblumeöl zur Farben- die Margerine-Herstellung.






Zu erwähnen noch:  Zu den Korbblütlern gehören dazu unter Anderem auch neben der erwähnten knolligen Sonnenblume (Topinambur) die gemeine Schafgrabe, der gemeine Beifuß, das behaarte Knopfkraut,  bzw. kleinblütige Knopfkraut  (auch als Franzosenkraut bekannt), die echte Kamille,  der rainfarn, Margeriten, Huflattich, Pestwurz, Arnika, kaukasischer Gemswurz, Gänseblümchen, Edelweiß, Katzenpfötchen, Goldrutenarten, die Alpenaster, Salzaster an den Stränden wachsend,  das raukenblättrige Kreuzkraut, die Silber- und Golddistel, Kugeldistel, Kohlkratz- und Kratzdistel, Kornblume, einige Flockenblumenarten, Klette und Wegwarte, Löwenzahn, Wiesenbocksbart, Wiesenpippau, Habichtskrautarten,  um nur einige zu nennen welche zur Familie der Compositae, den Korbblütlern, gehören.

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