Naturschutz in Norwegen.

Nationalparks in Norwegen- auf ewige Zeit! "Einig und treu bis Dovre fällt", erklärten die Männer der verfassungsgebenden Versammlung in Eidsvoll im Jahr 1814 und machten die norwegische Gebirgswelt zum Symbol für ewig unverrückbare Werte. In den in unserer Zeit rasch wechselnden Zeitläufen besteht mehr denn je der Bedarf für etwas, was unverrückbar feststeht oder "ewig andauert". Die Einwirkungen des Menschen auf die Natur sind heutzutage sehr umfangreich. Natureingriffe und Beeinträchtigungen der Umwelt haben dazu geführt, daß viele Arten bedroht sind, da ihre Lebensbereiche und somit ihre Existenzgrundlagen eingeschränkt werden. Mit der Errichtung von Nationalparks wird die Absicht verfolgt, das Naturerbe zu sichern und für nachfolgende Generationen zu erhalten.
Teile der Natur zu schützen, geschieht aus vorbeugender Notwendigkeit. Im Jahr 1962 wurde Norwegens erster nationalpark, -der Rondane Nationalpark-, geschaffen. Später kamen weitere 18 Nationalparks hinzu. Einige von ihnen sind für Erholung und Freizeit bestens eingerichtet. Auf Svalbard wurden drei Nationalparks geschaffen. Die Nationalparks machen mehr als vier Prozent der gesamten Landfläche Norwegens aus. Momentan werden weltumfassende Anstrengungen unternommen, die unterschiedlichen Arten von Natur und darin vorkommende Lebewesen zu erhalten. Norwegen hat sich anhand internationaler Übereinkommen verpflichtet, für dieses Land besondere oder typische Naturschutzgebiete zu erhalten. Die Errichtung von Nationalparks ist ein wesentlicher Be
standteil dieser Arbeit.

Das norwegische Naturschutzgesetz von 1970 eröffnet die Möglichkeit zur Schaffung größerer Naturschutzgebiete wie:
- Nationalparks.
Das sind große unberührte Naturlandschaften, die im Regelfall in staatlichem Besitz sind.
Aufgabe der Nationalparks ist der Schutz der natürlichen Umwelt und di der Landschaft mitsamt Pflanzen, Tieren und
Kulturdenkmälern sowie die Bewahrung der Naturschätze für die Nachkommen.
- Landschaftsschutzgebiete.
Das sind ganz spezielle Natur- oder Kulturlandschaften, innerhalb derer man großen Wert darauf legt, die
Besonderheiten der Landschaft zu schützen. In den Landschaftsschutzgebieten kann die traditionelle und
landwirtschaftliche Nutzung zwar fortgesetzt werden, verboten sind jedoch Maßnahmen, die in wesentlichem
Umfang die Eigenheiten der Landschaft verändern würden.
- Naturrreservate.
Das sind üblicherweise kleine, fast unberührte Gebiete, in denen hauptsächlich spezielle Ausprägungen
der Natur- oder Tierpopulationen geschützt werden sollen -soz.B. Nadelwald-, Sumpf- oder Seevögel-
reservate. Diese Gebiete weisen oft einen hohen naturwissenschaftlichen oder bedeutenden wissen-
schaftlichen Wert auf. Die Form dieses Schutzes stellt dem norwegischen Naturschutzgesetz zufolge
die höchste Stufe des Umweltschutzes dar.

Die Weltnaturschutzunion IUCN
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) wurde 1948 gegründet. Die IUCN war ein wichtiger internationaler Impulsgeber bei der Förderung des Nationalparkgedankens und hat die Arbeiten bei der Erstellung internationaler Richtlinien für die Auswahl und Verwaltung von Nationalparks geleitet.
Alle norwegischen Nationalparks, ausgenommen Ormtjernkampen (8,5 qkm) erfüllen die internationalen Kriterien und sind in der UN-Liste über Nationalparks und andere Schutzgebiete aufgeführt. Die internationalen Kritereien stellen Anforderungen wonach
* Schutzgebiete größer als 10 qkm sein müssen
* Schutzgebiete gemäß dem Schutz von Ökosystemen zu verwalten sind,
sowie gleichzeitig Erholungs- und Freizeitbedürfnissen zu dienen haben.
* Schutzgebiete von der obersten Verwaltungsbehörde des jeweiligen Landes zu verwalten sind.
Norwegen hat sich mehreren internationalen Naturschutzkonventionen angeschlossen.