Aufnahme mit freundlicher Genehmigung der Schloßleitung Sanssouci.
Am 24. Januar 1712 wird er als das Älteste von 14 Kindern geboren und auf den Namen Friedrich bewusst getauft. Er wurde als Sohn Friedrich Wilhelm I. geboren der eine besondere Härte in der Erziehung anwendete. Das sich eine Liebe zur Musik und Dichtkunst entwickelte wollte der gestrenge, mit damaliger Zucht erziehende Vater, nicht dulden. Zusätzlich in väterliche Regung bringend war das er soldatisches ablehnte. Ja, er versuchte sogar als 18 Jähriger aus der Armee und damit auch von zu Hause zu entfliehen. Das brachte die väterliche Erregung zum Siedepunkt. Seine Mitwisser und Helfer, der Leutnant Hans Herrmann von Katte, wurde enthauptet unter Anwesenheit Friedrichs. Von nun an fügte er sich dem Willen des Familienoberhauptes. Er heiratete Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern und verbrachte die ersten vier glücklichen Jahre auf dem Schloß Rheinsberg, etwa 50 Kilometer nördlich von Berlin gelegen. Nach dem Tode des Vaters am 31. Mai 1740 wird Friedrich II. preußischer König.
Einen ausführlichen Lebenslauf finden wir in:
http://preussen- chronik.de/person_jsp/key=person_friedrich+ii.+von_preu%dfen.html
weiteres unter http://der.wikipedia.org/wiki/friedrich_II._(Preußen)

„Ich bin der erste Diener meines Staates“, sagte Friedrich der Große bedeutsam. Allerdings der Zusatz „Große“ wurde erst nach 1745, nach dem zweiten Schlesischen Krieg ihm zugesagt. Als er gerade 51 war bekam er den Spitznamen „Der alte Fritz“. Neben der Einrichtung der Akademie der Wissenschaften führte er die Schulpflicht, setzte sich unter Festlegung für die Pressefreiheit ein. Sein damaliger Erzieher und Lehrer war der Hugenotte Jacques Éguide Duhan de Jndun. Unter anderem erlernte er hier das Latein, Französisch und das Literaturwesen. Das er ein deutsch wie ein Kutscher sprach störte ihn nicht. Dafür war er perfekt in der französischen Sprache in Wort und Text. Das brachte ihn auch dazu dass jeder, der nicht der französischen Sprache mächtig war als „Ungebildeten“ bezeichnete.

Weit zog es ihn durch deutsche Lande und so war auch nach Belegen welche mir vorliegen als preußischer Kronprinz mit dem älteren österreichischen Prinz Eugen am 30 Juli 1734 nach Bruchsal, der Barockstadt welche seinerzeit vom Speyerischen Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn regiert wurde. Der Friedrich Forscher Dr. Helmut Eckert aus Frankreich hat dazu das Thema „Friedrich am Oberrhein“ in seinen Unterlagen erwähnt. Ein Beweis ist die Begegnung mit dem Prinz Eugen aus Wien in Bruchsal aus Anlaß des Polnischen Erbfolgekrieges im Jahr 1734. Hier hat Friedrich II. der Große, eine Skizze des Barock Schlosses Bruchsal in seinem Tagebuch gefertigt. Anläßlich des Geburtstages konnten wir am 24. Januar 2012 vor Ort im Schloß Sanssoucis in Potsdam einsehen und ein Foto fertigen. Der vergleich lässt in der Tat authentisch zu das es sich um einen Besuch in Bruchsal, zwischen Heidelberg und Karlsruhe, handelt. Hier speiste er dann auch. (siehe im Buch Friedrich am Oberrhein 1734 von Dr. Helmut Eckert, Seiten 71, 72, 73).

Ein weitere Besonderheit ist auf Friedrich den Großen zurückzuführen, die Anpflanzung und zur Speise nutzende Kartoffel. Auch dazu benutzte der erfahrene Kriegsherr eine List……Doch lassen wir es erst einmal von Anfang an um die Kartoffel und deren Einführung Revue passieren. Die Frage ist, wo kam sie her, unsere so geschätzte Speisekartoffel? Der aus Spanien in der Mitte des 16. Jh. nach Peru beorderte Soldat Pizarros mit seiner Truppe entdeckte sie und nahm sie mit nach Spanien. Zunächst aber wurde sie in Italien als Futterpflanze angepflanzt. Der deutsche Arzt und Botaniker Carolus Clusius hat bereits 1589 angepflanzt, konnte sich aber nicht durchsetzen. Erst gegen Ende des 18. Jh. setzte sie sich in ganz Europa durch. In Deutschland kam es zunächst zu Vergiftungen weil die an dem Kraut gereiften schwarzen kleinen, giftigen Beeren für die essbaren Teile gehalten wurden. Erst der Hunger ließ Friedrich den Großen seinerzeit große Felder anlegen und am Tage von Soldaten bewachen. Die Soldaten gruben die Kartoffeln aus der Erde und verfrachteten sie in die Kantinen zur Zubereitung. Mißtrauisch sahen die Bauern es von der Ferne an. Neugierig und beurteilend das doch etwas dran sein muss wenn König und Soldaten sich davon ernährten, kamen sie heimlich in der Nacht und ernteten verbotenerweise. Doch gerade das war im Grunde beabsichtigt So bürgerte sich auch bei der Bevölkerung die Kartoffel ein. Heute wird alleine in Deutschland pro Jahr und pro Kopf etwa 60 Kilogramm Kartoffeln im Jahr verzehrt.

Am 17. August des Jahres 1768 stirbt Friedrich II. in seinem Sessel im Schloß Sanssouci. Beigesetzt wurde er jedoch hier erst 1991neben den königlichen Jagdhunden.
Ein Spruch vom großen Feldherrn Friedrich II. wird wohl jedermann irgendwann bei einer bestimmten Gelegenheit benutzt haben: „Jeder soll nach seiner eigenen Facon selig werden“ Weitere bedeutende Werke sind Korrespondenzen, seine in französischer Sprache geschriebenen Werke, Skizzen seiner besuchten Orte, seine Tagebücher, und musikalische Anregungen an Bach und Clementi.
