Oldies das Thema heute GOGGO

Goggo das schnuckeligste das es je gab. Hier sogar mit Sonnenblende und Weißwandreifen.
Hier der Buchtipp Goggo á Goggo nicht nur für Goggofreunde.
Wenn der Klang eines Wortes übereinstimmt mit dem Gegenstand, der dieses Wort bezeichnet, so ist Poesie im Spiel. In diesem Sinn hat es wohl kein poetischeres Auto gegeben als das Goggomobil.
„Goggomobil, der Kleinwagen für eine vierköpfige Familie“. Wer erst den Titel dieses Buches aus dem Delius Klasing Verlag liest und dann den Untertitel, sagt sich vielleicht: Vier Köpfe? Na gut! Wohin aber mit dem Rest? Doch bitte, wer das Buch von Peter Kurze und Uwe Gusen in die Hand nimmt, dem wird der Spott rasch vergehen und er wird echte Sympathie für den Goggo entwickeln, der in den fünfziger Jahren in Dingolfing (Bayern) vom Band lief und in hoher Stückzahl über die Straßen Westdeutschlands ratterte und knatterte (es war nämlich ein Zweitakter) und dampfte, nicht gerad Umweltfreundlich. Dochj daran dachte damals noch niemand.
Mit Traktoren und Landmaschinen fing die Firma Glas bereits im Jahre 1860 an.

Rasch entwickelte sie sich zu einem der führenden Branchenvertreter. Erst 1950, als das Wirtschaftswunder den deutschen Westen zu verzaubern begann, wurde die Produktpalette erweitert.

Da war zuerst der Goggo Roller. Der sah ungemein schick aus und kam in den erstaunlichsten Varianten daher. So mit Beiwagen oder mit Lastenaufsatz. Dann sah er übrigens fast so aus wie ein Lieferwagen ohne Fahrerdach.

Dann trat das Goggomobil seinen Siegeszug an. Es wude gebaut mit Vierganggetriebe und zwei Türen.

Fachleute erkennen das es sich bei der Kupplung um einen “Nassscheibenkupplung” handelt. Sie wird mit dem Getriebeöl geschmiert was aber keine Schlüpfrigkeiten im Umgang beim schalten verursachte. Auch der damals übliche Bing-Vergaser ist ein technisches Merkmal. Unverkennbar: Es handelt sich um einen Zweiylinder Zweitaktmotor.
Hier das Goggo Coupé.
Die Modelle waren geradzu für seinerzeit luxoriös. Dann gab es noch feinste, höchst pittoreske Varianten.
Sogar als Cabrio war das Coupé zu haben
Zu nennen ist der Goggo als Pick-up, eine besondere Originalität. Dazu kamen Robustheit im Verschlucken von den damaligen Schlaglöchern und Straßenverhältnnissen und eine gewisse Wendigkeit. Das Auto wurden zum wahren Renner, damals.
Ein besitzertraum war der Isar S 35.
Eine größere Familie paßte in den Kleinbus.

Man erinnert sich an das auf allen Straßen zu sehende Postauto. Das war wohl der lukrativste Auftrag den Goggo erhalten hat seinerzeit.
M;an nannte es auch das Fichhändlerauto.
Immer Freitags so am frühen Vormittag läutet auf den Straßen die Handglocke des FIschhändlers. Im mit Eisblöcken gekülten Ladeanhänger brachte er den Fisch zu den Haushalten.
Urlaub mit dem Goggoflitzer? Auch das war möglich.
Es ging mit Zelt und wenig zum Anziehen ab nach Norden an die Nord- oder Ostsee, einige wagten es sogar bis nach Italien und hatten viel abenteuerliches zu berichten. Mal mußte man in den Bergen stehen bleiben und warten bis der luftgekühlte Motor sich wieder abgekühlt hatte, andere mußten zusehen das der defekte Reifen geflickt wurde. Da stammelte man dann vor der italienischen Werkstatt mit Händen und Füßen. Doch der gutmütige Werkstattbesitzer wußte schon beim Anblick was es zu tun gab. Vor allem: Damals half man sich noch gegenseitig, eine Fremder? Nein das war man nicht. So manches Glas Wein wurde getrunken was dann der Weiterfahrt einen Tag kostete.

Goggo wagte sich in moderne Karosserieform, kantig sollte es sein. Doch das wurde nicht zum Renner.
Sogar im Sport hat sich ein besonderes Modell bewährt. Wer siegte schließlich souverän in den „12 Stunden von Hockenheim“? Das Goggomobil!
Als die Zeit der Kleinwagen vorbei ging, da war es auch um den Goggo geschehen. Zwar versuchte es die Firma noch mit dem „Isar“ und dem „V 8 Glaserati“, aber das Ende war unausweichlich.

Eine einmalig stilvolle Form zeigt er, der Glaserati. Ganz billig war er mit seinen 18880 DM nicht gerade. Nur 418 Exemplare produzierte man davon. Viele hattenen sich ein PS starkes Auto gewünscht und da war der Glas GT ab 1965 der 85 PS Motor schon Schwung auf die Räder. Er kostete ohne zusätzliche Einrichtungen bereits 12.450 DM. Doch es war schon zu spät um nochmals Anschluß an die Produktionen anderer Firmen zu finden.
Ende 1966 übernahm BMW die Glas-Werke und machte daraus das heute bekannte, größte Produktionswerk der Bayerischen Motorenwerke.
Was vom Goggo bleibt: Ca. 10.000 Veteranen und dieses schöne Buch.
> > > > > > >
Peter Kurze/ Uwe Gusen „Goggomobli“, Der Kleinwagen für die vierköpfige Familie, 112 Seiten, 177 Fotos, ISBN 978-3-7688-1988-6 im Delisu Klasing verlag erschienen.
Ansprechpartner Christian Ludewig, E-Mail: c.ludewig@delius-klasing.de
Schreiben Sie an und sagen Sie wo sie Ihre Information gelesen haben.
: : : : : : : : : Veröffentlichungsgenehmigung in Text und Bild liegt schriftlich vor! : : : : : : :